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Heute hat sich vieles verändert!
In einer Gruppe hat es 6-9 VoltigiererInnen aus verschiedenen Altersklassen die lernen, in der Gruppe gemeinsam Ziele zu erreichen und Schwierigkeiten zu überwinden. Gegenseitiges Vertrauen und Gruppengeist wird gross geschrieben. Wichtige Mitglieder einer Voltigegruppe sind zudem das Gruppenpferd und eine Longenführerin/ein Longenführer.
Für viele ist Voltigierunterricht ein super Einstieg in den Reitsport und wird zu diesem Zweck in vielen Reitställen angeboten. Für die Gruppen, welche im Voltigieren weiterkommen möchten, gibt es Wettkämpfe in den Kategorien N, D, C, B und A. Der Wettkampf besteht aus Pflicht und Kür.
Neben dem Gruppenvoltigieren gibt es auch das Einzelvoltigieren mit den Kategorien B und A. Im Einzel dürfen alle starten, die im laufenden Jahr das 14. Altersjahr erreichen. Die Einzelvoltigieren, die an internationalen CVI`s starten, müssen neben der Pflicht und der Kür auch noch ein Technikprogramm beherrschen.
Das Voltigierpferd wird vom Longenführer an der Longe auf einem mindestens 13 Meter breiten Zirkel geführt. Es zeichnet sich durch seinen ausgeglichenen, ruhigen Charakter und seine Nervenstärke aus. Das Pferd braucht viel Ausgleichsarbeit um den hohen Anforderungen langfristig gerecht werden zu können.
Voltigierpferde sind meistens sehr grosse, kräftige Tiere. Sie bekommen am Wettkampf eine Note, die auch einen wichtigen Teil in der Endnote einnimmt. In dieser Note werden unter anderem folgende Qualitäten bewertet: Galoppade, Aufrichtung, Longenspannung, Regelmässigkeit, und auch die Reaktion des Pferdes auf die Hilfen des Longenführers.
Die Schweiz spielt im Voltigesport eine wichtige Rolle: Die Gruppe aus St.Gallen ist mehrmals Welt- und Europameister geworden und hat zwischen 1984 und 2004 immer eine Medaille von diese Titelkämpfen mit nach Hause gebracht.
Im Jahr 2009 gewann die Voltigiergruppe Lütisburg den Vizeeuropameistertitel in Malmö, SWE. Das Team wird diesen Herbst als Mitfavorit an die Weltreiterspiele nach Kentucky reisen.
1996 wurde das Voltigieren als J+S- Disziplin Bereich Pferdesport in das Programm der Eidgenössischen Sportschule Magglingen aufgenommen.
Die Pflicht
Die Pflicht ist für alle Voltigierer einer Kategorie gleich. In der Kategorie N wird eine vereinfachte Pflicht gezeigt. In der D-Pflicht werden die selben Übungen wie in den Kategorien A, B, C und Einzel geturnt, mit Ausnahme des freihändigen Stehens. Die einzelnen Übungen werden mit den Wertnoten von 0 bis 10 bewertet.
Die Kür
Bei der Kür ist der Kreativität (fast) keine Grenzen gesetzt. Die Küren werden zu Musik gezeigt und sind der Höhepunkt jedes Wettkampfes. In den Anfängerkategorien N und D werden die Küren im Schritt ausgeführt. In der Kategorie C zeigen die Voltigierer eine Kür mit Zweierübungen im Galopp und später in B und A dürfen bis zu drei VoltigiererInnen gleichzeitig auf dem galoppierenden Pferd ihr Können vorführen. Die Anforderungen wachsen sowohl für die VoltigiererInnen als auch für das Pferd in den höheren Leistungskategorien sehr stark an. Um auf höchstem Niveau mithalten zu können nimmt das Training den Umfang eines Leistungssportlers an.
Bewertet werden Schwierigkeit, Gestaltung ( Harmonie mit dem Pferd, Übungesverbindungen, Abwechslung der Übungselemente, Auf- und Abgänge, Originalität etc.), die Ausführung und der Gesamteindruck.
In den letzten Jahren gab es einen starken Trend zu Themenküren mit vielen Showelementen, der auch heute noch anhält.
Das Technikprogramm
Für die Einzel, die an einem Internationalen CVI 2* starten möchten, ist zusätzlich zu Pflicht und Kür das Technikprogramm gefordert. In diesem Programm werden obligatorische Technikübungen mit höchsten Anforderungen an Beweglichkeit, Gleichgewicht, Kraft, Sprungkraft und Koordination in eine Kür eingebaut.
Hier einige Impressionen der Deutschen Meisterschaft 2009.
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